ZVV rechnet mit 20 Prozent mehr Passagieren

Zürich - Die Zahl der Passagiere soll bis 2023 um 20 Prozent steigen, erwartet der Zürcher Verkehrsverbund (ZVV). Das Defizit des ZVV dürfte leicht sinken. Die Versorgung des Limmattals wird durch die Limmattalbahn deutlich verbessert.

Das Wachstum der Bevölkerung und der Beschäftigung im Grossraum Zürich hat Folgen für den öffentlichen Verkehr. Wie der Zürcher Regierungsrat in seiner Mitteilung zur ZVV-Strategie 2020 bis 2023, rechnet der Verkehrsverbund mit einer Zunahme der Zahl der Passagiere bis 2030 um 20 Prozent. Diesem Wachstum der Nutzer steht ein nur begrenzter Ausbau bei der Infrastruktur gegenüber: 2019 wird die 4. Teilergänzung der S-Bahn abgeschlossen. Die Verbesserungen betreffen vor allem den Raum Winterthur, das Weinland und das Tösstal. Am rechten Zürichseeufer wird 2019 die S20 eingeführt. Danach werde es bei der S-Bahn keine grösseren Ausbauten mehr geben, solange nicht der Brüttenertunnel zwischen Brüttisellen und Winterthur gebaut und der Bahnhof Stadelhofen auf vier Gleise erweitert worden sind, heisst es in den Mitteilung.

Dagegen erlebt das „schnell wachsende Siedlungsgebiet Limmattal“ einen grösseren Kapazitätsausbau: Die Limmattalbahn zwischen Altstetten und Killwangen-Spreitenbach wird als effizienter Zubringer für die S-Bahn und als Feinverteiler ihren Betrieb aufnehmen.

Für die nächsten beiden Jahre rechnet der Regierungsrat eine Unterdeckung von 339 Millionen und 370 Millionen Franken. Er beantragt entsprechend dem Kantonsrat einen Rahmenkredit von 709 Millionen Franken, 3 Millionen weniger als für die laufende zweijährige Fahrplanperiode. stk