Zürcher Start-ups ziehen am meisten Risikokapital an

Schlieren ZH - Nirgendwo in der Schweiz wird mehr in Start-ups investiert als im Kanton Zürich. Insgesamt flossen im vergangenen Jahr hierzulande 83 Prozent mehr Kapital in Jungunternehmen als noch 2018. Investoren setzten vor allem auf ICT und Biotech.

Start-ups mit Sitz im Kanton Zürich sind für Risikokapitalgeber besonders attraktiv. Insgesamt flossen 1,23 Milliarden Franken in dort ansässige Jungunternehmen, wie aus Daten von Venturelab hervorgeht. Nur etwas mehr als ein Drittel dieser Summe wurde im zweitplatzierten Kanton Waadt investiert (464 Millionen). Auf Rang drei landete der Kanton Zug mit 207 Millionen Franken, wovon allein 180 Millionen auf das Biotech-Unternehmen Arvelle Therapeutics entfielen. Rang vier geht an den Kanton Basel. Die starke Position von Zürich und Waadt spiegeln den Einfluss und das Gewicht der Eidgenössischen Hochschulen in Zürich und Lausanne als Innovationstreiber wider. 

Insgesamt verzeichneten Schweizer Start-ups 2019 Rekordinvestitionen in Höhe von 2,26 Milliarden Franken. Das sind 83 Prozent mehr als im Vorjahr. Die weitaus meisten Mittel (1,6 Milliarden) kamen dabei Jungunternehmen in der Wachstumsphase zugute. Im Vergleich dazu beliefen sich Seed-Finanzierungen auf nur 73 Millionen Franken. Auf Early Stage-Kapital entfielen 549 Millionen Franken.

Die meisten Investitionen konnten die Sektoren ICT (711 Millionen) und Biotech (675 Millionen) anziehen. Auf den Plätzen folgen Fintech (378 Millionen), Engineering (250 Millionen), Cleantech (148 Millionen) und Medtech (98 Millionen).

Venturelab unterstützt Schweizer Jungunternehmen und ist eng mit dem IFJ Institut für Jungunternehmen mit Vertretungen in Schlieren, St.Gallen und Lausanne verbunden. mm