Schlatter will Schlieren treu bleiben

Schlieren ZH - Schlatter will auch auf Dauer am Standort Schlieren festhalten, sagt Konzernchef Werner Schmidli in einem Medienbericht. Hier gebe es gute Fachleute, und diese verkörperten den Wert der Firma.

Die Schlatter Industries AG hat schwierige Jahre hinter sich, wie die „Neue Zürcher Zeitung“ in einem Bericht schreibt. Das habe auch der Standort Schlieren zu spüren bekommen, wo das Unternehmen 1916 gegründet worden war. Hier seien nur noch 170 Mitarbeiter beschäftigt, halb so viele wie vor einem halben Jahrzehnt. Der Spezialist für Schweissanlagen will dennoch an Schlieren festhalten, wird Werner Schmidli zitiert. Der ehemalige Finanzchef des Unternehmens ist seit 2012 Konzernchef. Denn gute Fachkräfte verkörperten den Wert der Firma, und in Schlieren könnten diese Fachkräfte gefunden werden. In Schlieren würden auch die stationären und mobilen Schweissanlagen gebaut, die für Eisenbahnschienen benötigt würden.

Schmidli versucht Schlatter geographisch breiter aufzustellen, namentlich in Asien. Bisher habe Schlatter in China vor allem überholte Occasionsmaschinen verkauft, jetzt rolle das Geschäft mit Neumaschinen an. Generell will Schlatter seine Wertschöpfungskette verlängern, etwa um die Vorstufe. Schlatter könne sich damit dann als Lösungsanbieter positionieren. Allerdings brauche es dafür zusätzliche finanzielle Mittel. 

Die künftige Entwicklung hänge aber auch von den drei Unternehmergruppen ab, denen Schlatter zu 57 Prozent gehört: die Familie Huber mit der Huwa Finanz- und Beteiligungs AG, die Familie Buhofer mit der Metall Zug und der Unternehmer Nicolas Mathys. Ihr Auftrag: Schlatter soll wachsen, die Rendite steigern und wieder eine Dividende zahlen. stk