Molecular Partners ist mit Fortschritt zufrieden

Schlieren ZH - Das Schlieremer Biopharmaunternehmen Molecular Partners muss für das abgelaufene Jahr niedrigere Erträge und einen höheren Nettoverlust als im Vorjahr hinnehmen. Die Aufwendungen sind wegen zahlreichen Forschungsprogrammen gestiegen.

Molecular Partners weist für 2017 Erträge von 20 Millionen Franken auf, im Vorjahr waren es noch 23 Millionen Franken. Der Nettoverlust beträgt 25,4 Millionen Franken, ein Anstieg um 6,8 Millionen Franken im Vergleich zu 2016. Der Bargeldabfluss ist von 35,4 Millionen Franken auf 40 Millionen Franken gestiegen. Damit zeigen sich auch die gestiegenen Ausgaben für die Forschungsprogramme des Schlieremer Unternehmens.

„Wir sind mit unserem Fortschritt 2017 sowohl in der Onkologie als auch der Immunonkologie sehr zufrieden“, wird CEO Patrick Amstutz in einer Medienmitteilung zitiert. Die vorgelegten Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit aus einer Phase-II-Studie zur Behandlung der Krebserkrankung Multiples Myelom mit dem Wirkstoffkandidaten MP0250 bezeichnet er als „entscheidenden Meilenstein für unsere Firma“. Die Daten selbst werden von Molecular Partners als vielversprechend eingeordnet. Im Rahmen einer Phase-II-Studie soll noch im ersten Quartal 2018 ein Lungenkrebspatient mit MP0250 behandelt werden. Zudem wird in Zusammenarbeit mit Allergan das Mittel Abicipar zur Behandlung von feuchter altersbedingter Makuladegeneration weiterentwickelt. Im zweiten Halbjahr wird Allergan Daten aus einer Phase-III-Studie vorlegen, womit ein „neues Kapitel“ aufgeschlagen wird, wie es von Amstutz heisst. Für das laufende Jahr werden weitere Ergebnisse aus den Forschungsprojekten erwartet, die dann auch Einfluss auf die weiteren Kosten haben.

Molecular Partners entwickelt künstliche Proteine (Designed Ankyrin Repeat Proteins/DARPins), die Antigene erkennen und binden können. Damit können neuartige Medikamente entwickelt werden. Das börsenkotierte Schlieremer Unternehmen ist eine Ausgliederung aus der Universität Zürich (UZH) und hat seinen Sitz im Bio-Technopark Schlieren-Zürich. jh