Komed Health sieht keine Konkurrenz

Schlieren ZH - Das Schlieremer Jungunternehmen Komed Health will mit seinem Kommunikationssystem für das Gesundheitswesen ab dem vierten Quartal Umsatz erwirtschaften. In der Schweiz befürchtet Mitgründer Marc Bornträger keine Konkurrenz.

Komed Health hat eine App entwickelt, mit welcher die interne Kommunikation in Spitälern effizienter gestaltet werden kann. Das Jungunternehmen mit Sitz im startup space in Schlieren hat mit seinem Konzept bereits mehrere Wettbewerbe gewonnen. Aktuell wird der Ansatz in der Notfallabteilung des Berner Inselspitals überprüft, wie Mitgründer Marc Bornträger in einem Interview mit der Netzwoche erläutert. Für den nächsten Entwicklungsschritt sollen nun zusätzliche Mitarbeitende eingestellt werden, ergänzt Luiza Dobre, Mitgründerin und CEO von Komed Health.

„Komed soll eine Plattform für den Informationsaustausch sein, die Whatsapp und Pager ersetzt sowie Daten aus verschiedenen Quellen bündelt und teilt“, erklärt Bornträger den Ansatz. Dabei werden für die einzelnen Patienten Gruppenchats eingerichtet, wie sie von Whattsapp bekannt sind. Alle beteiligten Ärzte und Pfleger sind Teil dieser Arbeitsgruppe und können sich dort über den Patienten austauschen. So sollen ablenkende Unterbrechungen der Arbeit der Mediziner reduziert werden und Übergaben effizienter gestaltet werden. „Nächstes Jahr werden wir die Möglichkeit bieten, auch Patienten in den Komed-Chat einzubinden“, heisst es von Bornträger. So können Ärzte und Pfleger Patienten über die App nach ihrer Befindlichkeit befragen.

Post und Swisscom würden sich mit ihren Projekten aktuell auf die elektronischen Patientendossiers konzentrieren, nicht auf die Kommunikation innerhalb der Spitäler. „Am US-Markt gibt es einige Mitbewerber, die derzeit aber ihren Heimatmarkt fokussieren. In der Schweiz sehen wir derzeit keine Konkurrenz“, so Bornträger. jh