Förderung von Start-ups braucht Regeln

Schlieren ZH - Der Schlieremer Innovationsdienstleister Zühlke unterstützt Jungunternehmen bei der Entwicklung von deren Produkten. Diese Zusammenarbeit läuft nach Regeln beziehungsweise Eckpunkten ab, die Zühlke dafür definiert hat.

Eines der Jungunternehmen, mit denen Zühlke zusammenarbeitet, ist kinastic. Dieses hat einen Ansatz zur digitalen Verwaltung von Daten aus dem Fitnesstraining entwickelt. Zühlke wird kinastic am 5. Oktober bei der Startup Night Winterthur im Technopark Winterthur begleiten. Doch kinastic ist nur eines der Jungunternehmen, die Zühlke in den letzten Jahren begleitet hat. Ein anderes ist noonee aus Schlieren, welches den Chairless Chair entwickelt hat. Für diese Kooperationen sind gewisse Eckpunkte wichtig, die Zühlke nun in einem Beitrag veröffentlicht hat.

„Ein starker Partner sein“: Hiermit ist gemeint, dass Zühlke auch bei Hindernissen und Problemen dem Start-up zur Seite steht. „Wie in einer Beziehung ist dabei das gegenseitige Vertrauen zwischen Start-up, Investoren und uns essentiell“, heisst es dazu in der Mitteilung. „Sinnvolle Milestones setzen“: Zühlke ist der Meinung, dass Zwischenziele beziehungsweise Meilensteine die Entwicklung des Jungunternehmens voranbringen. „Der Abgleich mit den Investoren und die Freigabe von Investment-Tranchen gehören ebenfalls dazu.“ Der dritte Eckpunkt lautet: „Excellence vs. Good enough“. Darunter wird verstanden, dass Jungunternehmen normalerweise nicht über die Ressourcen verfügen, um ein Produkt von „A bis Z“ zu entwickeln. „Abkürzungen sind notwendig, jedoch müssen die davon betroffenen Bereiche gut gewählt werden“, meint Eric Roth, Director Solution Center, Mitglied der Geschäftsleitung und Autor des Beitrages.

Unter „Speed vs. Patience“ versteht Roth die Fokussierung auf einfach gehaltene Produkte. In frühen Entwicklungsstadien ist dies häufig noch nicht der Fall. Die notwendige Geduld würde sich aber in späteren Phasen auszahlen. Der letzte Eckpunkt lautet „Vorsicht mit dem Begriff MVP“. Darunter wird ein Minimal viable Product verstanden, also ein minimal brauchbares Produkt. Ein solches wird oft sehr früh für Markttests entworfen. Doch der Begriff könne zu Missverständnissen führen, so könne ein MVP für einen Prototypen oder ein Funktionsmuster gehalten werden. jh